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Die wichtigsten Infos & Tipps aus der Finanzwelt

Für wen eignet sich Private Banking?

Private Banking im Test

Private Banking im Test

Private Banking ist die persönliche Betreuung von vermögenden Kunden, die über siebenstellige Euro- oder Dollar-Summen an liquidem Vermögen verfügen. Die Liquidität ist hierbei ausschlaggebend, weil das Vermögen investiert werden soll. Wer ein Unternehmen oder eine Immobilie, Antiquitäten, Kunstwerke, Schmuck oder Edelmetalle besitzt, kann aktuell nur schwer dazu bewogen werden, seine fixierten Werte aufzulösen und beispielsweise in Aktienanlagen zu investieren.

Die Banken richten daher Abteilungen für Private Banking ein, die gezielt die Konten ihrer Kunden durchforsten und sich an diejenigen Personen wenden, deren Kontostand die Summe von einer Million Euro überschreitet oder wenigstens in deren Nähe gerät. Manchmal reichen auch schon einige 100.000 Euro. So viel Bares muss angelegt werden, meint man jedenfalls im Private Banking Sektor.

Welche Banken bieten Private Banking?

Sämtliche Banken haben praktisch solche Abteilungen, allerdings sitzt nicht in jeder Dorfsparkasse ein Anlageberater mit der entsprechenden Expertise. Wenn Sie also zu den Glücklichen unter uns gehören, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld anstellen sollen, müssten Sie sich an die Filiale einer größeren Stadt wenden. Sie können ruhig Kunde der Raiffeisenbank oder Sparkasse sein, auch hier betrachtet man aufmerksam und voller Entzücken Ihren wachsenden Kontostand.

Einige Banken sind etwas mehr, andere eher weniger auf die Anlageberatung und Vermögensverwaltung spezialisiert, zudem gibt es Staaten wie die Schweiz, in denen dieser Sektor eine sehr große Tradition aufweist. Verbunden mit vielerlei Steuervorteilen nutzten das auch deutsche Staatsbürger immer wieder gern, bis man sie vor Gericht stellte wie weiland Herrn Zumwinkel und aktuell den armen, weinenden Uli Hoeneß. Dabei fühlte sich sein Geld in der Schweiz so wohl.

Immerhin sind solche Fälle keine Ausnahme, es gibt viel mehr Menschen mit richtig viel Geld, als wir normal Sterblichen uns gewöhnlich vorstellen. Die RBoC (Royal Bank of Canada) untersuchte gemeinsam mit den Experten der Unternehmensberatung Capgemini die Zahl von sogenannten High-Net Worth Individuals, nämlich Personen mit richtig viel flüssigem Geld ab einer Million US-Dollar. Für das Jahr 2012 ermittelte die Studie 12 Millionen Menschen weltweit mit mindestens so viel investierbarem Bargeld.

Private Banking: Dienstleistungen im Detail

Der größte Sektor der Dienstleistungen für vermögende Kunden ist die Anlage- und Vermögensberatung. Hierbei unterbreitet ein Experte dem Kunden Vorschläge zur Anlage in Fonds, Aktien und andere Wertpapiere, von denen man sich einen deutlichen Zuwachs verspricht. Das funktioniert bei professionellen Fondsgesellschaften recht gut, es sind jährliche Renditen im zweistelligen Prozentbereich zu erwarten. Natürlich legt nicht jeder Fonds so stark zu, an einzelnen Stellen kann es Verluste geben.

Doch das ist ja das Grundprinzip im Private Banking: Der Kunde hat so viel Geld, dass man für ihn wirklich geschickt und gezielt diversifizieren kann, also die Anlagen auf unterschiedlichen Chancen und Risiken verteilt. Hinzu kommen Dienstleistungen in der Vermögensverwaltung, es kann und sollte der Steuerberater des Kunden hinzugezogen werden. Damit leistet Private Banking das, was der Volksmund bewundernd mit dem geflügelten Wort beschreibt, dass zu Geld immer noch mehr Geld kommt.


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