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Die wichtigsten Infos & Tipps aus der Finanzwelt

Kredit – finanzielle Möglichkeiten schaffen

Die Preisunterschiede bei Krediten sind nach wie vor riesig. Das gilt online und offline sowie über alle Laufzeiten und Kreditbeträge hinweg. Verbraucher können mit wenigen Klicks mehrere tausend Euro sparen, wie ein Blick auf den Markt zeigt.

Ein Kredit über 10.000 Euro kostete Ende Dezember zwischen 4,99 und 10,49 Prozent p.a. effektiv. Diese Spanne ging zu diesem Zeitpunkt aus der Datenbank der unabhängigen FMH Finanzberatung hervor. Berücksichtigt wurden Kredite mit bonitätsunabhängiger Verzinsung. Zusätzlich wurden Kreditangebote mit bonitätsabhängiger Verzinsung zum repräsentativen Zinssatz berücksichtigt.

Preisunterschiede von mehr als 100 Prozent

Die schon auf den ersten Blick beträchtlichen Unterschiede erscheinen beim Vergleich absoluter Beträge noch gewichtiger. Die Finanzierungskosten des günstigsten Kredits summierten sich auf 770 Euro. Die Finanzierungskosten errechnen sich trivialerweise als Differenz aus der Summe der zu leistenden Raten und dem ausbezahlten Nettokreditbetrag. Der teuerste Kredite kostete 1620 Euro. Das entspricht einer Preisdifferenz von 110 Prozent. Berücksichtigt wurden Kredite von 27 Banken, keine Zweckbindung und einen Online-Kreditantrag vorsahen.

Bei Krediten mit längerer Laufzeit fielen die Unterschiede sogar noch größer aus. Bei 60 Monaten Tilgungsdauer und 10.000 Euro Nettokreditbetrag reichte die Spanne der Zinssätze von 4,99 bis 11,48 Prozent p.a. Der günstigste Kredit kostete insgesamt 1290 Euro, für den teuersten Kredit wurden 3021 Euro fällig. Der ungünstigste Anbieter war somit 135 Prozent teurer als die Bank mit den günstigsten Konditionen. Verglichen wurden abermals 27 Banken.

Mehrkosten ohne Gegenleistung

Die Preisunterschiede erklären sich im Wesentlichen dadurch, dass ein Großteil der Kundschaft auch bei ungünstigen Konditionen zugreift. Die Gründe dafür sind vielfältig: Mangelndes Interesse, unzureichender Informationsstand, Gewohnheit oder schlicht die Sorge, wenn dann überhaupt nur bei der Hausbank einen Kredit zu erhalten.

Der Privatkredit als Alternative

Privatkredite sind Kredite die, die nicht von gewerblich Handelnden vergeben werden, sondern von privaten Personen. Bis vor wenigen Jahren wurden Privatkredite fast ausschließlich von Personen vergeben, die in einem verwandtschaftlichen und/oder engen freundschaftlichen Verhältnis zum Privatkreditnehmer stehen, da die Überprüfung der Bonität von fremden Personen für private Personen in der Regel nicht möglich ist.

Als typisches Beispiel für einen Privatkredit wäre die Oma zu nennen, die ihrem Enkel einen Kredit gewährt, damit dieser sein eigenes Business aufbauen kann. Solche Privatkredite unter Verwandten und/oder engen Freunden werden in der Regel für den Kreditnehmer wesentlich günstiger als übliche Bankkredite gestaltet, sei es in puncto Zinsen oder auch in puncto Modalitäten der Rückführung des Kredits.

In den letzen Jahren konnte sich ein neues Geschäftsmodell weitestgehend etablieren, welches auf der Vermittlung von Privatkrediten via Internetplattform basiert. Hier werden Anleger und Kreditnehmer zusammengeführt, die sich ansonsten nicht kennen, um zwischen diesen Interessengruppen Privatkredite zu vermitteln. Wie oben bereits erwähnt haben private Personen in der Regel keine Möglichkeit die Bonität anderer Personen zu überprüfen.

Um diesen Nachteil auszuschalten, übernehmen die Betreiber der Privatkredit-Plattformen die Überprüfung der Bonität der interessierten Privatkreditnehmer an Hand der gleichen Kriterien, die eine übliche Bank auch heranziehen würde. Der Vorteil dieses Konzepts der Vermittlung von Privatkrediten: Durch Eliminierung des Intermediärs Bank können Anleger mit höheren Zinsen für ihre Anlage rechnen, während Privatkreditnehmer mit dem Erhalt eines Privatkredits zu günstigeren Konditionen rechnen können.